Auf der Magnetischen Riesenfußwelle – Ein Gespräch mit Mirjam Hildbrand
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Kein Bühnengenre verkaufte sich effektvoller als der Zirkus: Von der unglaublichen Apparatur namens „magnetische Riesenfußwelle“ über „gymnastisch-acrobatische“ Neuheiten von „Luft-Equilibristen“ bis hin zu „Unterwasser-Spektakeln“ in der Manege, hier wusste man, wie es ging und was auf Plakaten Aufmerksamkeit erregte. Letztes Jahr veröffentlichte Mirjam Hildbrand gemeinsam mit För Künkel das Buch „Zirkuskunst in Berlin um 1900“, das einen faszinierenden Einblick in diese Showbusiness-Welt und ihre verschwundenen Bauwerke gibt, die einst die Metropolen prägten. Wir sprechen über die Arbeit an dem Buch, Mirjams‘ Faszination für all things Zirkus und über einige Orte, die das Buch porträtiert.

Ganz in der Nähe des heutigen Berliner Ensembles lag eine Markthalle, die, weil schlecht angenommen, danach als Zirkus genutzt und mehrfach umgebaut wurde. Später war dort das Große Schauspielhaus (mit dem berühmten Tropfsteinhöhlen-Look) und der Friedrichstadtpalast, bevor der Bau in den 1980er-Jahren abgerissen werden musste. Der Circus Renz hatte hier von 1879 an seine Spielstätte:




Die Kunst der effektvollen Dramatisierung auf internationalen Zirkus-Plakaten:





Arbeiten von Florentina Holzinger (Zirkus als Performance/Performance als Zirkus):



Andrea Martin singt No time at all aus dem Musical Pippin am Trapez (2013):