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Die sogenannte Hochkultur und das Showbiz überschneiden sich theaterhistorisch, das eine wäre ohne das andere nicht denkbar, die Reinheit der Hochkultur ist eine Illusion. Für uns hängen sich an diesem Verdrängungsmechanismus zentrale Fragen auf, die um die allgemeine Zugänglichkeit von Bühnen-Kunst kreisen: 

Wer soll durch Bühnenkunst überhaupt angesprochen werden? Welcher Kunstgenuss wird ernst genommen, welcher soll schamvolles guilty pleasure sein? Woher kommt diese Trennung von Kunst und silly Entertainments überhaupt ? Und: Wie arbeiten die Menschen und Bühnen, die sich dem Showbiz und der Unterhaltungs-Kunst verschrieben haben?

Um diesen Fragestellungen eine Bühne zu bieten, eröffnen wir hiermit das ETABLISSEMENT, als Plattform für einen weiten Blick auf die Schuppen der Hochkultur, in die wir das Nachtleben und Genres wie Show, Zirkus, Revue, Travestie, Musical und Strip miteinbeziehen. Wir sammeln Video-Begegnungen, Audio-Interviews, Texte und historische Artefakte, um die Diskussion über die folgenreiche Trennung dieser eigentlich ineinander verstrickten Kunstformen am Laufen zu halten. Unsere mobile Bühne soll dabei zukünftig auch für öffentliche Auftritte und Aktionen des ETABLISSEMENTS genutzt werden. 

Ein Projekt von Johannes Müller und Philine Rinnert.